Mittwoch, 14. Juni 2017

Mini-Garderobe Juni: Shorts

Planänderung! Eigentlich war der Juni laut meinem Plan für die Mini-Garderobe der "Badeanzug-bzw.-entsprechende-Alternative"-Monat. So richtig hat´s mich aber nicht dazu gerissen. Umso mehr hatte ich Lust auf die Shorts! Die vergangenen Jahre befanden sich tatsächlich keine kurzen Hosen im Schrank. Ich frage mich ernsthaft, wie ich die letzten Sommer kleidungstechnisch überstand. Dieser Missstand ist nun behoben, denn - tadaaa - hier sind die Shorts, die heute gleich mal ihre Feuerprobe bei einer Wanderung bestanden haben:


Schnittmuster war die Nr. 122 aus der Burda 2/2011. Die vorgegebenen Paspeltaschen habe ich vorne durch normale Taschen (haben die auch einen Namen?) ersetzt, bzw. hinten ganz weg gelassen. Genäht habe ich die Shorts aus Baumwollpopeline - für eine leichte Sommerhose genau richtig, wie ich finde.


Bei Kaufhosen habe ich ja ständig das Problem, dass der Bund zu weit ist. Der Unterschied zwischen Hüfte und Taille ist bei mir deutlich größer als in der Konfektion vorgegeben. Hier hatte ich es selbst in der Hand, am Schluss eine gut sitzende Hose zu erhalten und in der Tat sind am Bund 7 cm der Schere zum Opfer gefallen.

Erschöpft - aber die Aussicht lohnt die Mühen!

Fakt ist, dass ich weitere Shorts brauche! Meine ersten Shorts schicke ich aber schon mal zur Mini-Garderobe-Parade und weil´s gerade passt auch zum MeMadeMittwoch.  

Sonntag, 28. Mai 2017

Mini-Garderobe Mai: Kleid


Stellt Euch vor, ihr habt ein Kleid, welches ihr sehr gerne tragt. Es ist bereits einige Jahre alt und so langsam sieht man es dem Textil auch an. Ein Nachfolger muss her und dieser soll dem alten Modell sehr ähnlich sein, denn man fühlte sich sehr wohl damit. Ihr werdet Schwierigkeiten haben, nach Jahren ein Kleid mit dem gleichen Schnitt im Laden zu finden. Die Mode ändert sich, die Modelle wechseln. Wenn man näht, dann ist man nicht auf die Angebote der Geschäfte angewiesen. Man kann einen geschätzten Schnitt so oft nähen und variieren, wie man möchte. So auch bei meinem neuen Kleid. Die Empire-Linie entspricht zwar nicht gerade der gängigen Mode, aber ich mag sie sehr gerne.


Den ursprünglichen Schnitt vom Kleid 113 aus der Burda 2/2008 habe ich im Lauf der Jahre bereits in einigen Varianten genäht. Und auch diesmal orientierte ich mich gerne wieder an diesem "Basisschnitt", wobei in diesem Fall nur die Schnittteile für das Oberteil übernommen wurden - und da änderte ich die Form des Ausschnitts. Die Rockteile habe ich nach eigenem Gutdünken genäht, dieses mal mit Maxi-Länge.


Der Stoff ist irgend ein feines Mischgewebe. Er lagert schon Ewigkeiten bei mir im Schrank und hat offenbar nur darauf gewartet, ein prima Sommerkleid für mich zu werden. Dunkelblaugrau, schön schlicht. Der einzige bisher festzustellende Nachteil ist, dass ich nach dem ersten Tragen meine, dass er etwas kratzt. Könnte aber auch einfach nur daran liegen, dass der recht hohe Ausschnitt ungünstig an meinen Schlüsselbeinen reibt. Ich werde das einfach beobachten - und bei Bedarf ändern.


Bei Kleidern setze ich den Reißverschluss gerne in die Seitennaht. Man ist sonst beim Anziehen ständig auf Hilfe angewiesen oder muss die schönsten Verrenkungen durchführen um das Kleid zu schließen. Wie man erkennen kann, habe ich in diesem Fall leicht unsauber gearbeitet, denn die Kanten passen um wenige Milimeter nicht. Na ja - unter dem Arm fällt das ja ansonsten hoffentlich keinem auf ;-)


Ich freue mich jedenfalls über mein neues Kleid, das ich demnächst gleich mal auf die Arbeit anziehen werde (sobald ich passende Schuhe dazu habe) und schicke es vorab schon mal zu Miriams Mai-Sammlung der Mini-Garderobe. Dieses mal bin ich garantiert noch rechtzeitig dabei! Juhu!






Sonntag, 30. April 2017

Mini-Garderobe-Projekt April: Einteiler

Das Mini-Garderobe-Prokjekt eröffnet neue Horizonte! Hätte es die Aufgabe, einen Einteiler zu nähen nicht gegeben, hätte ich freiwillig kein Verlangen danach gezeigt, einen Jumsuit zu nähen. Noch nicht mal ansatzweise. Keine Ahnung, ob ich mich damit überhaupt wohl fühlen würde und ob ich damit vor die Tür gehen würde...Meine Erwartungen waren daher nicht allzu hoch und ich beschloss, den Jumpsuit als Schlafanzug zu nähen.


Für die Umsetzung habe ich mir das Schnittmuster "Joy" von Patty-doo geholt. Das Schnittmuster bietet zwei Oberteil- und zwei Hosenvarianten an, die man nach Wunsch kombinieren kann. Ich habe mich für das Shirt-Oberteil mit kurzer Hose entschieden. Ach, was soll ich sagen? Dieser Schnitt wird seinem Namen absolut gerecht! Die Maßtabelle und Schnitt funktionierten prima, mein Stoff (Viskosejeresey mit leichtem Elastananteil) spielte mit - es hat total Spaß gemacht, den Jumpsuit zu nähen!

Die Bündchen und Säume habe ich mit der Zwillingsnadel und einem Zickzack-Stich abgesteppt. Das ergibt einen schönen plastischen Effekt.
Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als die Jerseyknöpfe mit ins Spiel kamen. Gerade auf diese war ich sehr gespannt, bislang hatte ich noch nicht mit solchen gearbeitet. Die Spannung wich bald einer gewissen Ernüchterung und der Erkenntnis, dass ich Jersey-Druckknöpfe für lange, lange Zeit nicht mehr benutzen möchte. Einzelheiten erspare ich Euch. Nur ein kleiner Tipp: Ein feiner Schraubenzieher leistet wertvolle Dienste beim vorsichtigen Entfernen der fiesen kleinen Dinger. Wie dem auch sei - der letzte Knopf ist weiter schräg und wird wohl auch so bleiben. Er hat gewonnen. Ich müsste sowohl den unteren als auch den oberen Knopf nochmal entfernen und habe einfach keine Lust mehr auf Knöpfe klopfen.

Einer macht immer schräg

Für das Knopfdesaster kann aber das Schnittmuster nichts, das finde ich nämlich wirklich empfehlenswert. Aber nicht nur die Näherei war toll, sondern der Jumpsuit trägt sich prima. Ich bin sicher, dass ich den Schlafanzug sehr gerne tragen werde. Der Stoff ist schön fliesend und leicht und dabei trotzdem irgendwie kuschlig.


 Und ich kann mir durchaus vorstellen, "Joy" nochmal zu nähen. Vielleicht für eine bequeme Haus-Version. Und dann, wenn ich mich an Jumpsuits gewöhnt habe, vielleicht auch eine Außer-Haus-Version...?  Eventuell würde ich das Oberteil dann ein wenig verlängern, denn ich mag es gerne, wenn es sich am Übergang zur Hose etwas mehr staucht. Und ich würde eher den Tropfenverschluss am Rücken wählen, der auch im Schnittmuster enthalten ist.


Ihr merkt, mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Aber ich bin wieder auf den letzten Drücker dran, es zum Mini-Garderobe-Prokjekt zu schicken. Hoffentlich klappt die Verlinkung noch...